Reservistenverband
will für Dienst in den Streitkräften werben [10. Mär. 2011 - 10:21]
Reservisten sind also die natürlichen
Multiplikatoren für die Bundeswehr, denn sie bekennen sich noch heute zu ihrem
ehemaligen Arbeitgeber. So etwas findet sich in anderen Berufen selten",
so Höfer. Dieses Potenzial könnte die Bundeswehr für ihre Nachwuchsgewinnung
kostengünstig nutzen. Immerhin ist der Reservistenverband mit über 100
Geschäftsstellen und mehr als 2.300 Reservistenkameradschaften flächendeckend in
Deutschland vertreten.
Die Werbekampagne der Bundeswehr ist bereits
gestartet: Sie zielt vor allem auf Interessenten für die Laufbahn der
Mannschaften - also vom Dienstgrad Schütze bis zum Oberstabsgefreiten ohne
Vorgesetztenfunktion. Im Jahr 2011 sollen knapp 5,7 Millionen Euro für Anzeigen
ausgeben werden. „Das sind 286.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr - also ein
Plus von 5,3 Prozent", heißt es aus dem Presse- und Informationsstab der
Bundeswehr in Berlin. Der Unterschied zum Vorjahr: 4,8 Millionen Euro fließen
dieses Jahr in die Schwerpunktkampagne zur Werbung für die Mannschaftslaufbahn.
Die Einstellungsvoraussetzungen sind relativ
niedrig angesetzt. So reicht es aus, die deutsche Staatsangehörigkeit nach
Artikel 116 des Grundgesetzes zu besitzen, zwischen 17 und 32 Jahre alt zu sein
und die Schulpflichtzeit absolviert zu haben - ein Schulabschluss oder eine
zivilberufliche Ausbildung sind nicht erforderlich. Damit ist eine
Verpflichtungszeit von grundsätzlich bis zu acht Jahren möglich. Während oder nach
der Dienstzeit kann ein Schulabschluss nachgeholt werden oder eine
Berufsausbildung erfolgen (Informationen des Berufsförderungsdienstes der
Bundeswehr).
Hintergrundinformationen zum
Reservistenverband
Seit über einem halben Jahrhundert
steht der Reservistenverband loyal an der Seite der Bundeswehr. Über 122.000
Reservisten und Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in der Erfüllung ihres
parlamentarischen Auftrages als Mittler in der Gesellschaft für die Belange der
Streitkräfte – besonders in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen für
unsere Soldaten und Reservisten in Afghanistan.
Der Verband der Reservisten der Deutschen
Bundeswehr e.V. (VdRBw) tritt mit seinen Reservisten für die freiheitliche
demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland aktiv ein.
Über 3.000 Reservistenkameradschaften und
-arbeitsgemeinschaften sind im engen Schulterschluss mit der Bundeswehr und
vielen anderen Partnern flächendeckend in Deutschland aktiv.
Sicherheitspolitische Arbeit, Förderung militärischer Fähigkeiten, regionale
Initiativen zum Schutz der Heimat und Betreuung vom Schicksal des Krieges
betroffener Reservisten sind nur einige Felder der erfolgreichen Arbeit des
Verbandes. Im ganzen Land betreuen etwa 100 Geschäftsstellen alle Reservisten
der Deutschen Bundeswehr und sind ständige Ansprechstelle in allen Fragen zur
Reserve und auch zur Bundeswehr.
Unsere Stärke Kameradschaft, unsere
Motivation: „Tu was für Dein Land“!
Dem aktuellen Wahlspruch „Tu was für
Dein Land“ fühlt sich der Verband in besonderer Weise verpflichtet, da die
Bundeswehr aufgrund ihrer Reform und der Aussetzung der Wehrpflicht verstärkt
das freiwillige Engagement der Reservisten benötigen wird.
Reservisten und ihr Verband engagieren sich
seit einem halben Jahrhundert für Ihre Heimat und unser Land. Sie helfen bei
Flutkatastrophen, vertreten in den deutschen Kasernen Berufs- und Zeitsoldaten,
die im Auslandseinsatz stehen, sie kämpfen selbst Seite an Seite mit aktiven
Soldaten in Afghanistan, sie sind ehrenamtlich in ihren Heimatorten als Mittler
in sicherheitspolitischen Fragen tätig.
Der Reservistenverband ist für die Betreuung
aller Reservisten der Bundeswehr zuständig – das sind acht Millionen deutsche
Bundesbürger. Der VdRBw erhält jährliche Zuwendungen aus dem Verteidigungsetat
des Bundeshaushalts: im Jahr 2011 sind es 13,887 Mio. Euro.
Quelle: Verband der
Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., www.reservistenverband.de
|