MV Iserlohn
Stimmungsmäßig
hoch her ging es beim Pierfest des Marinevereins Iserlohn im „Trockendock“ an
der Oberen Mühle. Als der Shantychor „Romantik Sailors“ gemeinsam mit seinen 40
Freunden „De Oostvaarders“ aus der Partnerstadt Almelo ein Potpourri aus
Seemannsliedern anstimmte, da war kein Halten mehr unter den vielen Gästen: Sie
schunkelten, klatschten und tanzten zu den maritimen Liedern: „Sailor Boy“,
„Molly Malone“, „Rolling Home“ und „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“
erklangen aus vielen Kehlen. Besonders schön auch die gemeinsamen Duette von
Iserlohner und Almeloer Solisten. In der Eingangshalle des Marineheims und auf
der Treppe standen die Chormitglieder und Gäste aus Politik und Kulturleben
dicht gedrängt und ließen sich anstecken von der maritimen Stimmungsmusik. Ein
großer Klangkörper erfüllte die Eingangshalle der früheren Edelhofffabrik. Die
Niederländer hatten bereits am Vormittag auf dem Iserlohner Wochenmarkt die
Sonne herbeigesungen und dabei ein Beispiel für gelebte Partnerschaft gegeben.
Seit den Europatagen 2005 besteht die Freundschaft zwischen den beiden Chören.
Das zeigte sich an dem herzlichen Austausch zwischen den Almeloern und
Iserlohnern, die sich gegenseitig mehrfach besuchten und musikalisch
spielerisch etwaige Sprachgrenzen übersprungen haben. „Ich gehe davon aus, dass
diese gegenseitigen Besuche fortgesetzt werden“, freute sich Bodo Scheuch über
die Harmonie zwischen den beiden Shantychören. Die zeigte sich auch beim
geselligen Kaffeetrinken und Barbecue im Marineheim und an den Grillständen auf
dem Außengelände. Ein besonderes Ständchen brachten die Festgäste dem Almeloer
Sangesbruder Theo Mäkel, der sein 70. Lebensjahr vollendete. Er ist berühmt für
sein stimmungsvoll gesungenes Lied vom Schiffsjungen „Ketelbinkie“. Bodo
Scheuch verlieh die silberne Ehrennadel des Deutschen Marinebundes an Hans Daum
(MK Iserlohn) und Hartmut Werner (MK Wickede) und gratulierte auch Inge Daum zu
ihrem 75. Geburtstag. Außerdem freute er sich über die Neuaufnahme von Gerda
Sander in die Marinekameradschaft. Das befreundete Waldstadtorchester und seine
Majorettengarde gaben am Abend noch ihre musikalische Visitenkarte beim
Pierfest ab, bevor sich die Gäste aus Holland auf die Heimreise machten. Ein
weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Monika Erdmann, die am Dudelsack die
„Romantik Sailors“ zu „Amazing Grace“ begleitete.
Musikalische Erinnerungen an die Zeit der Windjammer und zwei große
Weltmetropolen
„It’
Shanty-Time“ hieß es am Sonntag in der Aula des Märkischen Gymnasiums. Denn
dorthin hatten der Shanty-Chor „Romantik Sailors“ des Marine- Verein Iserlohn
zu einem Konzert am Nachmittag eingeladen. Die Besucher erlebten einen
schwungvollen musikalischen Querschnitt mit großer Bandbreite von
Seemannsliedern und -balladen. Gleich nach dem Intro „Einmal noch nach Bombay“
wurde unter der Leitung von Bodo Scheuch die Zeit der alten Windjammer in den
Liedern noch einmal lebendig. Bereichert wurde das Programm dann noch durch
einen ganz besonderen Klangkörper, das Akkordeon-Orchester
Drabenderhöhe-Bergisch-Gladbach. Unter dem Dirigat von Rosi Schneider,
Edeltraut Gündisch-Wagner und Axel Hackbarth boten die Musiker aus dem
Bergischen einen bunten Melodien-Mix von „Es gibt nur ein Paris“ bis hin zu Udo
Jürgens Hit „Ich war noch niemals in New York“. Mit den Klassikern der Musikliteratur
„Amazing Grace“ und „Sierra Madre“ endete dieses Konzert.
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